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Modelle

Kapitel 2 - Modelle

Inhalt
  • Modelle für Betriebssysteme
  • Hierarchiche Schichtenmodell
  • Betriebsmittel und Instanzen
  • Schalenmodell
  • Modulmodell (Monolithisches Modell)
  • Hierarchisches Schichtenmodell
  • Client Server Modelle

Vor- und Nachteile von Schalen- und Modulmodellen

Schalenmodell:
  • Relationen der einzelnen Schalen sind zur Umwelt nicht sichtbar
  • System ist aber gut strukturiert
  • Innere Schalen sind sehr gut abgeschirmt von den Äußeren
Modulmodell:
  • Das Modell wird in Modulen durch Programmcode beschrieben
  • die Relationen werden daher extrem komplex (quatradisch)
  • Daher ist es nur bei kleinen Modellen umsetzbar

Wie ist das hierarchische Schichtenmodell aufgebaut?

Jede Schicht stellt Betriebsmittel und Dienste für den Zugriff auf die jeweilige übergeordnete Schicht bereit. Somit kann jede Schicht auch die Betriebsmittel und Dienste darunterliegender Schichten nutzen. Eine Schicht steuert die unmittelbare Schicht über ihr. (Steuerungshierarchie)

Bestandteile:
  • Schichten
  • Iterative Ordnungsrelation der Schichten (Dienste, Steuerungen bzw. Instanzen)
  • Betriebsmittel
  • Funktionen zum Erzeugen von Betriebsmitteln und Steuerungen

Welche Vorteile hat das hierarchisch Schichtenmodell?

  • obwohl modularisiert, ist die Zahl der Relationen gering
  • Kommunikation mit der Umwelt ist möglich
  • Es bietet eine Infrastruktur für Instanzen (Steuerung, BM-Transformationen)

Was ist ein Betriebsmittel?

Ein Betriebsmittel ist eine abstrakte Ressource, welche über eine Adresse und einen Wert verfügt. Sie wird definiert über
  • ID (eindeutiger Identifikator)
  • Adressbereich (für alle möglichen Adressen des Betriebsmittels)
  • Wertebereicht (aller möglichen Werte für einen Wert des BM)
  • Funktion (verknüpft die abstrakten Elemente miteinander)
Der Zustand eines Betriebsmittels ergibt sich aus Wert x Adresse.

Welche Klassen von Betriebsmitteln gibt es?

  • Entziehbarkeit (entziehbar wie Prozessor oder nicht wie Dateideskriptor)
  • Zuteilbarkeit (gleichzeitig wie Speicher oder exklusiv wie Prozessor oder Drucker)
  • Wiederverwendbarkeit (einmalig Nutzbar wie Interrupt oder mehrfach wie Prozessor oder Speicher)
  • Hardware / Software (logisches oder physikalisches Betriebsmittel)

Vorgehensweise beim Erstellen eines Betriebsmittels

  1. ID bestimmen
  2. abstrakte Elemente bestimmen, welche einen Wert und eine Adresse besitzen
  3. Wert und Adresse festlegen
  4. Funktionen definieren, welche Zugriff auf alle Elemente ermöglichen

Erläutern sie die Betriebsmittelerstellung am Bsp. Hauptspeicher!

  1. Eine ID ist hier nicht sinnvoll, da ein von-Neumann Rechner nur einen Hauptspeicher hat.
  2. die abstrakten Elemente sind die ansprechbaren Speicherzellen mit Adresse und Wert.
  3. Der Wertebereich beträgt 0 bist 255 bei einem Byte-Orientierten Speicher
  4. Funktionen sind Read und Write eines Elementes zum Speicher

Was ist eine Instanz?

Eine Instanz ist ein Tupel aus id (Betriebsmittel) und einem Aktivitätstoken, welches die einzelnen Dienste ruft. Zwischen Betriebsmitteln untereinander und zwischen Instanzen untereinander bestehen Relationen.

Wechle Klassen von Instanzen kennen Sie?

  • Applikationen
  • Betriebsmittel-Transformatoren
  • Metasteuerungen wie PUM

Wie können Relationen zwischen Instanzen technisch hergestellt werden?

Protokolle und Schnittstellen verbinden sich Instanzen. Dabei treten beide immer zusammen auf. Eine Schnittstelle kennzeichnet das statische Verhalten einer Relation und ein Protokoll das dynamische, d.h. die Semantik der Relation.

Als Beispiel nehmen wir einen Spooler. Hier ist die Schnittstelle ein Betriebsmittel (Speicherbuffer) und das Protokoll (Verhalten) ist als Dienst implementiert.

Spool = Simultanously Periphal Output On Line

Es gibt datenorientierte und steuerungsorientierte Schnittstellen. Datenorientierte Schnittstellen arbeiten ohne Synchronisation und verbrauchen viel Ressourcen (Busy Waiting). Steurerungsorientierte Schnittstellen sind z.B. Systemcalls und Interrupts.
Printansicht Inhalt Anfang zurück vor
Kapitel 1Einleitung
Ebenen- oder Schichtenmodell, Aufgaben...
Kapitel 2Modelle
Schichtenmodell, Betriebsmittel, Instanzen...
Kapitel 3Aktivitäten
Token, Multitasking, Prozesse,Timesharing...
Kapitel 4Kritischer Abschnitt
Gegenseitiger Ausschluss,Peterson,Semaphore...
Kapitel 5Scheduling
Prozessorzuteilung, Prioritätsscheduling, RR...
Kapitel 6Speichermanagment
Freispeicherverwaltung, Segmentierung, Paging...
Kapitel 7Seitenersetzung
NRU, FiFo, Second Chance, LRU, NFU, Aging...
Kapitel 8Deadlocks
Bedingungen, Erkennung und Auflösung...
Kapitel 9Dateisysteme
Freispeicherverwaltung, Festplattenscheduling...
UNIX Codes
Unix Prozesse
Kommunikation
Quellen:
Andrew S. Tanenbaum
Computerarchitektur
Andrew S. Tanenbaum
Moderne Betriebssysteme
Petterson
Computer Architectur & Design
Christian Märtin
Rechnerarchitekturen
Kalfa
Skript und Vorlesung
Word Wide Web
Verschiedenste Seiten
Links:
Prozesse
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