Definitionen
"The system of coding that is used to create or navigate hypermedia in a nonsequential manner." (ITS)
"Hypertext ist ein nicht-lineares Medium zur Präsentation von Text." (Stefan Münz)
"Hypertexte sind - ähnlich wie Lexika - nichtlineare Texte. Sie können als eine neue Publikationsform aufgefaßt werden, die dabei ist, sich allmählich aus dem Inkunabelstatus herauszuentwickeln. Vieles spricht dafür, daß die Entlinearisierungstenzenden, die durch diese elektronische Textform unterstützt werden, das orthodoxe Linearisierungsparadigma - zumindest für bestimmte Textsorten - modifiziert."
Dieser Beitrag versucht zu zeigen, daß Hypertexte im wesentlichen durch vier Aspekte gekennzeichnet werden können:
1. Entlinearisierung
2. Synästhetisierung
3. Operationalisierung
4. Interaktivität
Diese vier Hauptkriterien werden nach einer formalen Bestimmung genetisch und komparativ unter einer Textverständlichkeitsperspektive gegen den Begriff des 'linearen Textes' herausgearbeitet und gegenübergestellt.
Die Kohärenzverminderung, die aufgrund mangelnder Prädikationslinearisierung in nichtlinearen Lerntexten entsteht, muß als zentrales Problem betrachtet werden. Deshalb wird die These von der 'kognitiven Plausibilität' unter einem linguistischem und lernpsychologischen Gesichtspunkt kritisch erörtert."
(link)
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Merkmale
- Hauptmerkmale sind Knoten und Links
- Links verknüpfen Knoten in einer n:m-Relation (n,m = {1..n})
- intra, inter und extrahypertextuelle Links
- Links können uni- oder bidirektional sein
- ein Knoten sollte kohärent (in sich geschlossen) sein
- eine Hypertext-Einheit muß, von verschiedenen Kontexten aus betrachtet,ein sinnvolles Verweisziel sein
- Eine Hypertext-Einheit muss wiederrum Links zu verwandten Themen enthalten
- Normalerweise werden Zusammenhänge linear präsentiert (Bücher)
- Hypertext ist nicht dazu gedacht sequentiell zu lesen
- Hypermedia ist eine Oberstufe, welche außertext andere Formate verlinken kann
- "Fish-Eye-Views" sind da, um per Link zu mehr Informationen zum Thema zu gelangen
Probleme
- Leser muss Gesamteindruck noch verstehen können
- durch falsche Linkstrukturen bzw. Pfade gehen Informationen verloren
- "vom Hunderste ins Tausendste" und "Lost-in-Hyperspace" Syndrom
- man geht Links nach die einem zwar interessieren, aber am Thema vorbeigehen
- Informationsüberangebot nicht einfach erfassbar
- man kann nicht erkennen, wie gross das Angebot ist (Abhilfe schaffen WebViews)
"Personen mit höherem Vorwissen ziehen aus diskontinuierlichen Texten größeren Nutzen.
Personen mit geringerem Vorwissen bevorzugen eindeutig kontinuierliche Texte."
(Schnotz Studie)
Wichtige Funktionen von Hypertext
- History Funktion
- Backtracking (zurückfinden in der Navigation)
- Guided Tours (sequentielles Lesen ermöglichen)
- Lesezeichen
- Volltextsuche
- Fischaugenfilter (es wird vorausgesetzt, daß die Objekte unterschiedliche Prioritäten besitzen)
- Nachbarschaftsbeziehungen (Verlinkte Knoten sind verwandt)
Beispiele
- einfachstes Beispiel ist das World Wide Web
- ein anderes Modell ist das Xanadu Projekt von Ted Nelson (www.xanadu.net)
- eine leistungsfähigere Form des WWW mit Versionmanagment, unbreakable links...
weiterführende Literatur: Uni-Oldenburg
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